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Schrötter macht Traum wahr und stürmt aufs Sachsenring-Podium

Marcel Schrötter wird vor heimischer Kulisse nach einem unglaublich spannendem Motorrad Grand Prix Deutschland als Dritter auf dem Podium gefeiert. Tom Lüthi holt aus 28 Runden langem ereignisreichen Rennen mit Platz fünf das Beste heraus.

Bei komplett anderen Bedingungen als das sommerliche Wetter tags zuvor, begann der Rennsonntag auf dem Sachsenring bei recht kühlen Temperaturen und leichtem Regen. Das hinderte allerdings die bis zu 100.000 deutschen Fans nicht daran, ab dem frühen Morgen schon die Zuschauerränge zu füllen, um für ihr Motorsport-Highlight des Jahres bereit zu sein.

Einer ihrer deutschen Moto2-Stars, Marcel Schrötter, lieferte schon im Warm-Up eine gelungene Show ab, indem er sich auf feuchter Strecke an die Spitze setzte. Entschlossen, um für einen Podestplatz zu kämpfen, nahm er später bei ersten wärmenden Sonnenstrahlen auf dem dritten Startplatz Aufstellung.

Was dann folgte, war wohl eines der besten Rennen, die man von ihm bisher gesehen hat. Vom Start weg kämpfte er ums Podium, führte das Feld zu Beginn sogar an. Nachdem Alex Marquez nach sechs Runden die Führung übernahm und eine Lücke herausfahren konnte, wehrte sich Marcel Schrötter in der Gruppe im Kampf um den zweiten Platz mit aggressiven Konter und perfekten Linien erfolgreich gegen seine nicht ungefährlichen Verfolger Brad Binder und Iker Lecuona. Am Ende gelang es Binder, sich am Bayer vorbei zu bremsen, Lecuona jedoch hielt er clever hinter sich. Der Spanier konnte auch trotz Sturz wenige Kurven vor Ziel nichts mehr gegen den Lokalmatador ausrichten.

Mit einem Sachsenring-Pokal und 16 Punkten mehr in der Tasche sowie seinem dritten Podium des Jahres, kann Marcel Schrötter mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen. Mit nunmehr 97 Punkten belegt er punktgleich mit Lorenzo Baldassarri und Jorge Navarro den sechsten Rang der WM-Wertung.

Tom Lüthi hatte von Startplatz zwölf keine einfache Aufgabe im deutschen Motorrad Grand Prix. Runde für Runde kämpfte er sich auf dem engen, kurvigen Sachsenring nach vorn, immer die Spitzengruppe im Blick. Als es bei einem Überholmanöver an Xavi Vierge vorbei zu einem Zusammenstoß kam und der Spanier daraufhin stürzte, wurde dem Schweizer eine Long-Lap-Strafe aufgebrummt. Dabei büßte er eine Position und den Anschluss zu den Vordermännern ein, rettete aber dennoch einen soliden fünften Platz und damit verbundene wichtige Punkte ins Ziel.

Die WM-Führung, mit der er nach Sachsen gereist war, musste Tom Lüthi wieder an Rennsieger Alex Marquez abgeben. Mit acht Punkten ist der Abstand jedoch äußerst knapp und die Saison immer noch zehn Rennen lang.

Doch bevor vom 2. bis 4. August die Jagd auf den Titel 2019 im tschechischen Brünn fortgeführt wird, geht es jetzt für den Memminger Rennstall erst einmal in die wohl verdiente Sommerpause.

 

Text- und Bildnachweis:
© Intact GP - F. Glänzel


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